Großenhain hat 10 Ortsteile.
Die erste Eingemeindung war 1913. Damals kam Mülbitz zu Großenhain. In Mülbitz gab es ein bedeutendes Dampfhammerwerk, die Blechspulenfabrik Leichsenring und die Lohgerberei Jungfer & Co. Dort befanden sich die Hammermühle und das Michaelisheim, eine Stätte der Erholung und Bildung, ein Kurhaus und das so genannte Schillerschlösschen, das 1871 einem Brand zum Opfer fiel. Auch der Friedhof und das Schützenhaus gehören zum ehemaligen Vorort Mülbitz. Mülbitz hatte zur Zeit der Eingemeindung etwa 1000 Einwohner. Der Ort ist älter als Großenhain, denn er wurde schon 1185 urkundlich erwähnt.
1937 erfolgte dann die nächste Eingemeindung. Naundorf, auch bereits 1197 erwähnt, kam zu Großenhain. Für die Jahrhundertwende wurde für Naundorf bereits eine Einwohnerzahl von ca. 1100 angegeben. Viele der Bewohner arbeiteten damals in der Blaudruckfabrik Gebrüder Jentsch GmbH. Rittergut , Flugplatz und Kaserne gehörten zu Naundorf, denn der Ortsteil reichte bis zum Radeburger Platz.
1951 erfolgte die Eingemeindung von Kleinraschütz. Der Ort ist fast 650 Jahre alt. Im Gegensatz zu den ersten beiden eingemeindeten, war dieser Vorort um 1900 noch sehr klein. Er zählte nur 368 Einwohner. Als einziger Industriebetrieb für diesen Vorort ist das Dampfziegelwerk Wolf & Co zu nennen. Auch die König- Albert- Mühle war für Kleinraschütz ein Begriff.
Der etwa 10 Jahre ältere Nachbarvorort Großraschütz wurde im Jahre 1960 zur Stadt Großenhain eingemeindet. Hier befanden sich einst die Wachstuchfabrik Waentig und die Handelsgärtnerei Weißig. Mit diesen Betrieben hatte der Stadtteil erheblichen Aufschwung genommen. Heute sind hier besonders die Stema Metallleichtbau GmbH, die Schule für ... sowie das Kaufland als moderner Einkaufssupermarkt bedeutsam.
Neben Großraschütz wurde 1960 auch Zschieschen eingemeindet. Dieser Vorort beging 1999 seine 650 -Jahrfeier. Zschieschen hatte um die Jahrhundertwende etwa 700 Einwohner. Für Zschieschen stand die Bergbrauerei Berndt mit dem Ausflugsgasthof Bergkeller sowie das Rittergut. Heute prägt ein kleines Gewerbegebiet an der B 101 den ländlich gebliebenen Stadtteil.
Erst nach der politischen Wende in Deutschland gab es die nächsten Eingemeindungen. Der Ortsteil Skassa, über 820 Jahre alt, kam 1994 zu Großenhain. In ihm lebte und wirkte als Pfarrer Adam Friedrich Zürner (1679 - 1742), der vor allem als berühmter Landvermesser und Vater der Postmeilensäulen in Sachsen bekannt wurde. Der Ort hatte früher ein bekanntes Schloss und ein großes Rittergut. Auch die so genannte Neumühle und der ehemalige Exerzierplatz verbinden sich mit dem Namen Skassa.
Ebenfalls im Jahre 1994 erfolgte die Eingemeindung von Zschauitz. Die erste urkundliche Erwähnung dieses Ortes reicht ins Jahr 1350 zurück. Heutzutage leben in Zschauitz ca. 320 Einwohner, viele davon in einem neu entstandenen Wohngebiet.
Im Jahre 1995 verloren dann die Orte Weßnitz und Rostig ihre Selbständigkeit und wurden in die Stadt Großenhain eingemeindet. Beide wurden 1350 erstmals erwähnt. Das Wahrzeichen von Weßnitz ist die Holländer-Windmühle.
Als letzte Gemeinde kam 1999 Folbern zu Großenhain.
