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Flugzeugdenkmal MiG-17

Foto: St. Peschel

Zur Erinnerung an die fast 50-jährige Zeitgeschichte der Stationierung sowjetischer Streitkräfte auf dem Flugplatz Großenhain wurde auf dem Gelände das Flugzeugdenkmal MiG-17 erhalten.

In den Jahren 1945-1993 waren auf dem Flugplatz Großenhain Luftstreitkräfte der Sowjetarmee stationiert.

Das Denkmal der Mikojan-Gurewitsch MiG-17 wurde auf dem Platz vor den Gebäuden des Divisionsstabes der sowjetischen Fliegereinheit errichtet und am 18. August 1974 eingeweiht.

Zur Geschichte der MiG-17

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-17 ist ein sowjetisches Jagdflugzeug des Herstellers Mikojan-Gurewitsch. Als Kampfflugzeug wurde es zwischen 1951 und 1964 in mehreren Varianten in Großserie in Gorki, Komsomolsk am Amur, Nowosibirsk, Tiflis und Samara (alle ehemalige UdSSR) sowie in Lizenzproduktion in weiteren Staaten gebaut. Die Gesamtzahl der in Serie gefertigten MiG-17 mit allen Ausführungen wird auf über 10.000 Stück geschätzt.

Die MiG-17 wurde anlässlich einer Luftparade am 20. Juni 1953 der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wurde im Laufe ihrer Geschichte von verschiedenen Staaten verwendet und auch immer wieder in Kampfhandlungen aktiv eingesetzt.

In der ehemaligen DDR waren von 1956 bis 1967 vor allem durch die sowjetischen Streitkräfte MiG-17 stationiert, bis sie von Suchoi Su-7 abgelöst wurden. Auch in der NVA der DDR wurden MiG-17 in diesem Zeitraum verwendet. Zudem war die MiG-17 Standartjäger des Warschauer Paktes.

Einige technische Daten:

  • Typ: Jagdflugzeug;  einstrahliger, in der Grundausführung einsitziger Mitteldecker, der über ein einziehbares Fahrwerk und eine Druckkabine verfügt;
  • NATO-Codename: Fresco
  • Länge des Flugzeuges:    11,26 m
  • Höhe des Flugzeuges:       3,80 m
  • Flügelspannweite:             9,63 m
  • Tragflügelfläche:             22,60 m²
  • Masse (leer):                   5340 kg
  • Maximale Startmasse:     6070 kg
  • Motortyp:                        Triebwerk Klimow WK-1A mit 26,5 kN
  • SchubLeistung:                ca. 1145 km/h in der Höhe
  • Bewaffnung:                   eine Nudelman 37-mm-Kanone N-37 und zwei Nudelman-Richter 23-mm-Kanonen NR-23 sowie bis 500 kg an Trägern unter den Tragflächen

Erhaltung des Flugzeugdenkmals

Dem besonderen Charakter des auf dem ehemaligen Flugplatzgelände entstandenen Gewerbegebietes soll durch die Erhaltung von  Zeitzeugen der fliegerischen Historie in Großenhain Rechnung getragen werden.

Dieses Foto ((c)D. Heerde) vom 21. Juli 1998 zeigt:
1. Eingang zum Fliegerhorst Großenhain (1935 - 1945)
   Standort des Fernaufklärungsgeschwaders II 101    
    mit Stab ab 1942
2. Kommandantur des Fliegerhorstes
3. Wache
4. Arrestzellen
5. Denkmal MiG-17

 

Aus diesem Grunde wurde die Erhaltung des Flugzeugdenkmales MiG-17 Ende 1999 beschlossen und bei der Denkmalschutzbehörde beantragt.

Das Flugzeugdenkmal wies zu diesem Zeitpunkt erhebliche Schadstellen an den Tragflächen sowie Korrosionsschäden am Rumpf der MiG-17 auf.  Auch der Sockel mit Farbanstrich und Beschriftung waren stark verwittert und beschädigt.

 


alle Fotos: Stadtarchiv

Nach Genehmigung der Instandsetzung dieses Kulturdenkmals durch die Denkmalschutzbehörde erfolgte von April bis August 2002 die umfassende Sanierung und Restaurierung des Flugzeuges, seines Sockels und der Standfläche einschließlich Garten und Landschaftsbau.

Eine Spendenaktion unter den ersten sich im neuen Gewerbegebiet auf dem Flugplatzgelände ansiedelnden Firmen ermöglichte die Restaurierung.

Dank gilt den Sponsoren, die zusammen mit der Stadtverwaltung zur Restaurierung des Denkmals beigetragen haben.

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