Die Geschichte des Großenhainer Flugplatzes begann bereits 1913. Der Fliegerhorst an der Elsterwerdaer Straße gelegen und damals schon ungefähr 60 Hektar umfassend wurde einer der größten der deutschen Armee. Am 15. März 1914 konnte die erste Flugzeughalle fertig gestellt werden, die Fliegerkompanie traf am Folgetag zur Stationierung in Großenhain ein.
Mit dem Versailler Vertrag musste der Reichsfliegerhorst Großenhain 1920 jedoch aufgelöst werden. Einen Teil des Geländes nutzte man für die Errichtung der Papierfabrik.
Im Jahr 1934 begann erneut der Aufbau eines modernen Militärflugplatzes, der am 26. März 1936 wieder in Betrieb genommen werden konnte. Die Länge der Start- und Landebahn betrug zu Kriegsende 1.375 m.
Seit der Besetzung des Fliegerhorstes 1945 wurde dieser durch die sowjetischen Luftstreitkräfte genutzt und immer weiter ausgebaut. Die Start- und Landebahn wuchs auf 2.440 m, 40 erdüberdeckte Bogendeckungen, die so genannten Shelter, sowie zwei Bunker des Typs GRANIT zur Zwischenlagerung von so genannten Sonderwaffen wurden errichtet.
Im Zeitraum von 1972 bis 1974 erbaut, bestehen sie aus mehreren, halbkreisförmigen und zu einer Röhre zusammengesetzten Fertigteilen mit angebauter Heizungs- und Belüftungsanlage. Um eine nutzbare Grundfläche zu erhalten, wurde die Röhre im unteren Drittel ausbetoniert.
Abgeschlossen wurde das Bauwerk durch Drucktore mit Spezialverriegelung. Der Bunkertyp ist meist an der Peripherie von GSSD-Flugplätzen errichtet worden.
Nach Abzug der sowjetischen Luftstreitkräfte vom Flugplatz Großenhain 1993 erfolgte die Rückgabe dieser Liegenschaft.
(Vladimir V. Sereda: Aus der Geschichte der Garnison (105. JBD) - 1965, 1968) - russisch!
Владимир В. Середа: К истории гарнизона (105-й адиб) - 1965 год, 1968 год
