A. I. Pokryschkin „Himmel des Krieges“

Alexander Iwanowitsch Pokryschkin ist sicher der bekannteste sowjetische Jagdflieger des zweiten Weltkrieges. Auch in westlichen Publikationen wurden seine fliegerischen und besonders seine taktischen Fähigkeiten anerkannt. 

In diesem Buch schreibt Pokryschkin wie er den ‚Großen Vaterländischen Krieg‘ erlebte.
Die ersten schweren Gefechte, welche Lehren er daraus zog und wie er neue Taktiken entwickelte. Er berichtet auch über Auseinandersetzungen mit besonders eifrigen Verfechtern zwar vorgeschriebener, aber veralteter und gefährlicher taktischer Methoden und über die Wichtigkeit neu zur Truppe kommende Flieger auf das Gefecht vorzubereiten.

Das Kriegsende erlebte Pokryschkin übrigens in Großenhain.

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Deutsche Ausgabe von 1974
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Russische Buchausgabe

Aus dem Vorwort zum Buch:
Alexander Iwanowitsch Pokryschkin: Himmel des Krieges; deutsche Übersetzung der Autobiographie, Berlin 1974, Militärverlag der DDR.

„Pokryschkin in der Luft“ lautete eine Warnung der faschistischen Bodenleitstellen an ihre Piloten in der Luft.

Bis zu dieser Warnung hatte Pokryschkin schon drei Jahre erfolgreich als Jagdflieger gekämpft. Sein abgeschossenes Flugzeug hatte er viele Kilometer mit einem LKW abgeschleppt, um es vor dem vorrückenden Gegner in Sicherheit zu bringen und es vielleicht irgendwo instand setzen zu lassen. Er war mit seiner Einheit von der sowjetisch-rumänischen Grenze bis hinter die Krim auf immer neuen Feldflugplätzen gelandet, hatte sich monatelang mit einem zahlenmäßig und technisch überlegenen Gegner im Luftkampf gemessen, dabei überaus wertvolle Kampferfahrungen gewonnen und sich eine ausgefeilte Steuertechnik angeeignet. Der Kampfweg führte ihn schließlich bis über Berlin und Prag. Aus dem Jagdflieger des Jahres 1941 war inzwischen der Divisionskommandeur und dreifache Held der Sowjetunion geworden.

In seinen Memoiren sucht Pokryschkin nach den Ursachen für die Anfangserfolge der Aggressoren, mit ihm erleben wir das ständige Streben nach immer vollkommenerer Beherrschung der Flugzeuge und nach den jeweils zweckmäßigsten taktischen Verfahren. Nicht nur der wechselnde Raum der Kampfhandlungen — der Autor befand sich vom ersten bis zum letzten Kriegstag an der Front —, auch die unterschiedlichsten Kampfaufgaben und wechselnden Luftlagen sind jeweils zu analysieren. Pokryschkin berichtet über die Auseinandersetzungen mit besonders eifrigen Verfechtern zwar vorgeschriebener, aber veralteter und gefährlicher taktischer Methoden und würdigt die großen Anstrengungen der Politorgane und Kommandeure zum Studium und schnellen Verallgemeinern der besten Erfahrungen. Gestützt auf die eigenen Luftkämpfe und auf die Flüge seines Regiments, schildert er die allmähliche Herausbildung einer neuen Höhenstaffelung und neuer Schießverfahren, die sich bei den erbitterten Luftschlachten über dem Kuban bewährten.

Wir lernen zwei Generationen sowjetischer Jagdflieger kennen: die erfahrenen, vor dem Kriege ausgebildeten Piloten, die den ersten faschistischen Ansturm heldenhaft verzögert haben, und die neu zur Truppe kommenden Absolventen der Fliegerschulen. Wir erleben, wie sich Charaktere im Kampf festigen und wie prinzipienfest, aber behutsam Kommandeure auch in schweren Situationen junge Piloten an das Gefecht und seine Gefahren gewöhnen.

So entsteht aus der Schilderung vieler Bereiche des Lebens ein umfassendes Bild der heldenhaften Anstrengungen des Sowjetvolkes im Großen Vaterländischen Krieg.

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