Denkmäler - einst und jetzt

Geschichten rund um Denkmäler des Flugplatzes und der Stadt

Flugzeugmonument "MiG-17"

Errichtung und Einweihung

Am 18. August 1974 wurde in Vorbereitung des 30. Jahrestages der Beendigung des Vaterländischen Krieges (1941-1945) das vor dem Stabsgebäude der sowjetischen Fliegerdivision errichtete Denkmal der MiG-17 eingeweiht. Zu Ehren dieses Jahrestages
(9. Mai 1975) erhielt die MiG-17 die Bordnummer 30. Warum das Flugzeug jetzt die Bordnummer 47 trägt, ist nicht bekannt; die Ände- rung von 30 auf 47 könnte mit dem Beginn des Abzuges der sowjetischen Streitkräfte vom Flugplatz Großenhain im Jahre 1992 und der daraus resultierenden 47-jährigen Stationierungsdauer zusammenhängen.

Dem besonderen Charakter des auf dem ehemaligen Flugplatzgelände entstandenen Gewerbegebietes sollte durch die Bewahrung von Zeitzeugen der fliegerischen Historie in Großenhain Rechnung getragen werden. Deshalb wurde auch die Erhaltung des Flugzeugdenkmals MiG-17 durch den Stadtrat Ende 1999 beschlossen. Nach der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung wurde das stark verwitterte und an Sockel, Rumpf und Tragflächen beschädigte Kulturdenkmal von April bis August 2002 umfassend saniert.

Zur Geschichte der MiG-17

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-17 ist ein sowjetisches Jagdflugzeug des Herstellers Mikojan-Gurewitsch. Als Kampfflugzeug wurde es zwischen 1951 und 1964 in mehreren Varianten in Großserie in Gorki, Komsomolsk am Amur, Nowosibirsk, Tiflis und Samara (alle ehemalige UdSSR) sowie in Lizenzproduktion in weiteren Staaten gebaut. Die Gesamtzahl der in Serie gefertigten MiG-17 mit allen Ausführungen wird auf über 10.000 Stück geschätzt. 

Die MiG-17 wurde anlässlich einer Luftparade am 20. Juni 1953 der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wurde im Laufe ihrer Geschichte von verschiedenen Staaten verwendet und auch immer wieder in Kampfhandlungen aktiv eingesetzt.

In der ehemaligen DDR waren von 1956 bis 1967 vor allem durch die sowjetischen Streitkräfte MiG-17 stationiert, bis sie von Suchoi Su-7 abgelöst wurden. Auch in der NVA der DDR wurden MiG-17 in diesem Zeitraum verwendet. Zudem war die MiG-17 Standartjäger des Warschauer Paktes.

Einige technische Daten

Typ: Jagdflugzeug; 
einstrahliger, in der Grundausführung einsitziger Mitteldecker, der über ein einziehbares Fahrwerk und eine Druckkabine verfügt;
NATO-Codename: Fresco
Länge des Flugzeuges: 11,26 m
Höhe des Flugzeuges: 3,80 m
Flügelspannweite: 9,63 m
Tragflügelfläche:  22,60 m²
Masse (leer): 5340 kg
Maximale Startmasse: 6070 kg
Motortyp: Triebwerk Klimow WK-1A mit 26,5 kN Schub
Leistung: 1145 km/h in 3000 m Höhe
Bewaffnung: eine Nudelman 37-mm-Kanone N-37 und zwei Nudelman-Richter 23-mm- Kanonen NR-23 sowie bis 500 kg an Trägern unter den Tragflächen

Danksagung

Ein herzliches Dankeschön geht an den damaligen betreuenden Offizier, Herrn Wladimir Tschikildik, der uns die fotografischen Dokumente jenes Besuches der Veteranen freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Flugzeugmonument "Su-7B"

Über den Anlass und den Zeitpunkt der Errichtung und Einweihung des Flugzeugmonumentes „Su-7B“ ist wenig bekannt.

Es wurde möglicherweise in den 1980er Jahren aufgestellt und hatte die Bordnummer 01. Nach Abzug der russischen Fliegerkräfte wurde die Maschine nach Beelitz bei Potsdam verkauft. Dort stand sie in der Nähe eines Supermarktes in einem eingezäunten Gelände.

Als 1989 eine Delegation von Veteranen der legendären Pokryschkin-Division für einige Tage in der Großenhainer Garnison der WGT weilten und das russische Fernsehen einen Film mit dem Namen „Die Erben der Pokryschkin-Division“ drehte, wurde auch ein Foto mit ihnen vor dem Monument der Su-7B aufgenommen. 

Einige technische Daten

Typ: einstrahliges einsitziges Jagdflugzeug und Jagdbomber des sowjetischen Konstruktionsbüros Suchoi (Sukhoi). Die Su-7B war die wichtigste Version.
NATO-Codename: Fitter A Moujik
Erstflug: 1955
Länge des Flugzeuges: 17,37 m
Höhe des Flugzeuges: 4,57 m
Flügelspannweite: 8,93 m
Tragflügelfläche: 27,6 m²
Masse (leer): 8.636 kg
Maximale Startmasse: 14.800 kg 
Motortyp: 1 Turbojet Triebwerk Ljulka AL-7F
Leistung ohne/mit Nachbrenner: 67,1 / 94,1 kN
Bewaffnung: Die als Mitteldecker ausgelegte Su-7 verfügt über jeweils eine 30-Millimeter-Kanone NR-30 mit je 70 Schuss an den beiden Flügelansätzen und kann an zwei bis vier Unterflügel-Außenlaststationen Bomben, Raketen oder Raketenbehälter sowie an zwei Rumpfstationen Kraftstoffzusatzbehälter mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4000 Kilogramm tragen.

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