Haus der Offiziere

Zentrum des kulturellen Lebens der Militär- und Zivilangehörigen der sowjetischen Streitkräfte 1945 - 1993

1945 – 1993

Im Stadtzentrum, auf der Meißner Straße/ Ecke Mozart-Allee wurde das Gebäude des ehemaligen Hotel de Sax (von den Großenhainern stets nur „Sachsenhof“ genannt) ab 1945 als Garnisonsoffiziersklub bzw. offiziell „Haus der Offiziere“  der Sowjetarmee genutzt.

Kulturelle Veranstaltungen und Kinovorführungen fanden hier regelmäßig statt. Eine gut ausgestattete Bibliothek war in einigen Räumen der 2. Etage untergebracht. Es gab zudem ein öffentliches Restaurant und einen kleinen Lebensmittelladen an der Ecke zur Klostergasse.

Nach dem Abzug der sowjetischen Fliegerstreitkräfte der GUS-Truppen ging das Gebäude in den Besitz des Freistaates Sachsen über.

Zur früheren Geschichte des Hauses

Das Gebäude wurde als „Nobles Hotel de Sax“ im Jahre 1847/48 auf dem Gelände des ehemaligen Meißner Stadttores und zum Teil mit den Steinen desselben sowie den Steinen der einstigen Stadtmauer erbaut.

Die Innenausstattung bestand zum größten Teil aus Stuck und Holzkonstruktionen.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg wurde das „Nobles Hotel de Sax“ in „Sachsenhof“ umbenannt. Es war bis 1945 im Besitz der Familie Zipperer.

Im oberen Stockwerk befanden sich die Hotelzimmer und im Erdgeschoss eine Gaststätte und ein Cafe.

Vom einstigen glanzvollen Hotel bis zu seiner Zerstörung 1999

In der Nacht vom 18. zum 19. Januar 1999 brannte eines der bekanntesten Gebäude der Stadt Großenhain, das ehemalige Hotel „Sachsenhof“, vollständig aus.

Für die ältere Generation verschwand damit ein Haus, was für sie viele Erinnerungen in sich trug. Bis 1945 war es Hotel mit Restaurant und Cafe, Offizierscasino mit Theatersaal, Ort zahlreicher kultureller Veranstaltungen, Bälle, Ausstellungen und Messen.

 

1945 wurde es Klub der sowjetischen Offiziere.

Großer Saal, 1950er Jahre
Dekoration zum "Tag der sowjetischen Verfassung", 1950

Nach der politischen Wende 1989 stand das Haus fast zehn Jahre leer und wurde nur noch von Sicherheitsfirmen überwacht und abgesichert.

Am 19. Januar 1999 stand das markante und traditionsreiche Haus in Flammen. Brandstiftung durch 4 jugendliche Vandalisten war die Ursache (lt. Pressemitteilung vom 14.04.1999)

Das Gebäude musste danach abgerissen werden.

Heute findet man an dieser Stelle eine Grünanlage, welche mit der sanierten Stadtmauer, den Koniferen und den sanierten Häusern der Klostergasse einen Blickfang bildet.

Blick auf die Stelle, an der bis 1999 der "Sachsenhof" stand. Fotos:  C. Gärtig       Panorama-Montage:  A. Tschekmarev
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