Matwej Prokopjewitsch Burlakow

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Generaloberst Matwej Prokopjewitsch Burlakow

Generaloberst Matwej Prokopjewitsch Burlakow (russisch Матвей Прокопьевич Бурлаков) wurde am 19. August 1935 in Ulan-Ude (Burjatisch-Mongolische ASSR) geboren.
Er stammt aus einer Arbeiterfamilie. 

1957 absolvierte er die Omsker Militärschule M.W. Frunse, 1968 die Frunse-Militärakademie sowie 1977 die Militärakademie des Generalstabes der Sowjetischen Streitkräfte.
Während seiner 42-jährigen Karriere durchlief er verschiedene militärische Dienststellungen als Kommandeur eines Schützenzuges, eines Bataillons, eines Regiments und einer Division. 

Von 1983 bis 1988 war er erster stellvertretender Kommandeur des Militärbezirks Transbaikalien und damit auch für die in der Mongolei stationierte 39. Armee zuständig, von 1988 bis 1990 Kommandeur der Südgruppe der Streitkräfte (Ungarn), die unter seiner Leitung in die Heimat zurückkehrte. 

Vom 13. Dezember 1990 bis zum 31. August 1994 war M. P. Burlakow Oberkommandierender der GSSD.
Von 1992 bis zum Abzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland erhielt er den zusätzlichen Status eines Bevollmächtigten der russischen Regierung für die Westgruppe der Streitkräfte. 

Damit war er der letzte Oberkommandierende der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) bzw. der Westgruppe der Truppen (WGT) und leitete den Abzug der Truppen aus Deutschland – eine nach Umfang und Fristen beispiellose Truppenverlegung.

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Ab August 1994 war er stellvertretender Verteidigungsminister der Russischen Föderation, wurde aber schon im November 1994 durch Präsident Jelzin von seinen Pflichten entbunden und im Februar 1995 entlassen. Als Grund für die Amtsenthebung wurden Korruptionsvorwürfe sowie Verwicklungen in Zusammenhang mit einem Journalistenmord angegeben. Die Beschuldigungen konnten jedoch nie nachgewiesen werden. 

Nach seiner Entlassung stand er als Präsident der Veteranen-Union der GSSD, einem Traditionsverband der abgezogenen Streitkräfte, vor.

Burlakow war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb am 8. Februar 2011 in Moskau und wurde auf dem Friedhof Trojekurowo beigesetzt.

Burlakow schrieb ein Buch:

Matwej P. Burlakow: Wir verabschieden uns als Freunde. Der Abzug. Aufzeichnungen des Oberkommandierenden der Westgruppe der Sowjetischen Streitkräfte. InnoVatio-Verlag, Bonn u. a. 1994, ISBN 3-906501-08-6.

Er hielt bis zu seinem Tod Kontakte zu den Museen in Wünsdorf und Berlin-Karlshorst.

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Generaloberst Matwej Prokopjewitsch Burlakow zur Eröffnung des Museums „Roter Stern“ in Wünsdorf, am 1. September 2009.
Gelegenheit für Marcel Reichel mit ihm ins Gespräch zu kommen und ihm ein Exemplar des Buches „Flugplatz Großenhain“ zu übergeben.

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