MiG-Leitwerk wird in Polen restauriert

Sächsische Zeitung – Großenhainer Zeitung (Landkreis Riesa-Großenhain) – 27. August 2012

  • Flugplatz

Der Tornado Schaden am MiG-Denkmal auf dem Flugplatz soll schon bald behoben sein.

Fast zwei Tage lang haben sie am Wochenende geschraubt, gehämmert und gebaut – die drei Experten vom Warschauer Armeemuseum. Jetzt ist das Leitwerk des MiG-17 Denkmals demontiert und per Autohänger nach Polen transportiert worden. In ihrem Institut, das an das Museum angegliedert ist und sich mit der Restaurierung von Militärtechnik beschäftigt, wollen die Experten nun das vom Tornado schwer beschädigte Leitwerk restaurieren. Die Abbau-Prozedur gestaltete sich überaus schwierig, weil die Teile durch den Witterungseinfluss schon stark korrodiert waren. Eine Reparatur vor Ort war auch nicht möglich. „Nur in unserem Institut in Warschau haben wir spezielles Werkzeug, mit dem wir den Schaden beheben können“, sagt Jan Weyozykowski, einer der drei Spezialisten. Der jetzige Rentner hat früher selbst Flugzeuge gewartet und kennt sich mit der Materie bestens aus. Und Wolfgang Bothur freut sich. „Wir haben über ein Jahr lang geackert und unsere Beziehungen spielen lassen, bis es geklappt hat“, sagt der Hauptgesellschafter des Flugplatzes – selbst Sammler von Militärtechnik. Er hofft nun, nicht auf den rund 7000 Euro Reparaturkosten sitzen zu bleiben, denn das Denkmal ist Eigentum der Stadt. Das MiG-Denkmal vor dem damaligen Stabsgebäude auf dem Flugplatz wurde am 18. August 1974 eingeweiht und nach dem Abzug der russischen Streitkräfte 1993 als zeitgeschichtliches Zeugnis erhalten. Im Jahr 2002 wurde es bereits umfangreich saniert.

IMG_8660

Andrej Markowski (li.) und Henrik Zaskov vom Armeemuseum Warschau bauen das Leitwerk ab.

Foto: Brühl

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen