Restaurierung

Bewahrung und Unterhaltung des denkmalgeschützten Objektes

Seit dem Erwerb der Bunkeranlage im Jahre 1998 (zwei Bunker vom Typ Granit 1) hat Marcel Reichel diese zusammen mit einem engagierten Team fleißiger Helfer schrittweise restauriert und nahezu in den Originalzustand zurückversetzt. 

Viel Mühe, Zeit und Arbeit waren nötig, um die gewaltige Anlage, die bis 1998 ein schauderhaftes Bild abgab, zu einem Ensemble werden zu lassen, das im Jahre 2004 würdig war, den Titel eines denkmalgeschützten Objektes zu erhalten.

Viel Mühe, Zeit und Arbeit waren nötig, um die gewaltige Anlage, die bis 1998 ein schauderhaftes Bild abgab, zu einem Ensemble werden zu lassen, das im Jahre 2004 würdig war, den Titel eines denkmalgeschützten Objektes zu erhalten.

Von Anfang an war es Marcel Reichel wichtig, das Bauwerk so originalgetreu wie möglich wieder herzustellen, wie es einst (zwischen 1972-1974) errichtet wurde, auch wenn im Laufe der Jahre Teile der Außenanlagen (z. B. Umzäunung, Laderampe an der Rückseite, Vordächer für die Stahltore…) und der Innenräume (z. B. Krananlage mit Laufkatze, Beleuchtungssystem …) entfernt oder stark beschädigt waren.

In mühevoller und schwieriger Kleinarbeit mussten alte Unterlagen und Pläne, z. T. aus Russland, besorgt und studiert werden, um viele Details, angefangen bei der Farbgestaltung bis hin zu nötigen Original-/ Ersatzbauteilen zu recherchieren und rekonstruieren. 

Die Bewahrung und Unterhaltung dieses Kulturdenkmales ist ihm oberstes Gebot und wird von ihm und seinem Team nach wie vor planmäßig fortgesetzt. Bis zum Ende des Jahres 2019 soll das zweite Stahltor komplett (Reparatur, Vordach, Farbanstrich) fertiggestellt werden.

Die Dimensionen der erforderlichen Arbeiten mag man sich kaum vorstellen. 

Wie viele Eimer Farbe mögen wohl für die Bunkerinnenwände, die Fußböden oder die riesigen schweren Stahltore nötig sein? Und dann noch die erforderlichen Arbeitsgeräte.

Hier nur mal ein Beispiel: 😉

Pro Außen-Stahltor wurden verbraucht:

1. Schicht Farbe (Rostschutz): 60 kg Farbe
2. Schicht (Vorstrich) – Lack: 36 kg Farbe
3. Schicht (Endanstrich) – Lack: 36 kg Farbe

Und das Ganze wird dann 4x benötigt, denn es gibt 4 Außentore – zwei an der Vorderseite und zwei an der Rückseite der Bunker. 

Zudem waren für die Reparatur der Stahlkonstruktionen und den Neuanbau der Vordächer nach historischer Vorlage insgesamt pro Tor 6 Pakete Schweiß-Elektroden a 20 kg nötig.

Aber schauen Sie selbst! Die Fotogalerie bietet Ihnen dazu eine kleine Vorstellung. Zur Vergrößerung der Fotos – bitte klicken!

Einbezogen in die Gestaltung des Ensembles hat Marcel Reichel zwei Denkmäler, die einst von ihrem Originalstandort entfernt werden mussten und thematisch und zeitlich zur Bunkeranlage passen.

Es handelt sich dabei um die Abschiedsstele der russischen Streitkräfte, die sie anlässlich ihres geplanten Abzuges aufgestellt hatten und die dem geplanten Bau der Umgehungsstraße weichen musste. Auch sie wurde von Marcel Reichel erhalten und restauriert und fand ihren neuen Standort vor der Bunkeranlage. 

Ein weiteres Zeitzeugnis ist das sogenannte „Lenin-Denkmal“, das von 1971 – 1992 (21 Jahre) auf dem Leninplatz (heute Radeburger Platz) stand. Nachdem es 25 Jahre beschädigt und beschmiert in einem geheimen Versteck lagerte, konnte es Marcel Reichel 2017 aus seinem Versteck an seine Bunkeranlage holen und wieder aufstellen. Inzwischen ist das Denkmal restauriert und wird von Besuchern und Gästen bestaunt. 

Neben der Restaurierung, Pflege und Instandhaltung des Objektes kümmert sich Marcel Reichel auch um die Ergänzung und Vervollkommnung seiner Ausstellung durch neue Exponate und Präsentationen. Sehr hilfreich waren und sind dabei die Kontakte zu ehemaligen Angehörigen der russisch-sowjetischen Streitkräfte, die Informationen, fotografisches Material, Dokumente und Gegenstände aus der Zeit ihres Dienstes auf dem Flugplatz Großenhain zur Verfügung gestellt haben.

Menü schließen