Truppenabzug 1991 - 1994

"Der Abzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland ist das Resultat eines langen und sehr komplizierten Prozesses der Gesundung der internationalen Beziehungen, eine Absage an das unselige Andenken der Prinzipien des "Kalten Krieges", ein erster erfolgreicher Versuch, eines der schmerzhaftesten und explosivsten Probleme der Gegenwart auf dem Wege von Verhandlungen und gegenseitiger Zugeständnisse zu lösen. Das ist schließlich der Sieg des gesunden Menschenverstandes und der Ausdruck des guten Willens der Völker. ...

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Berlin - Treptower Park

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Die sowjetischen Truppen befanden sich fast ein halbes Jahrhundert in Deutschland. Diese Jahre brachten sehr viele Dinge mit sich: sowohl Gutes, als auch das, woran man sich mit Bitterkeit erinnert. Aber die Vergangenheit, wie sie auch gewesen sein möge, darf man nicht verschweigen, nicht ausschmücken, nicht zu schwätzen versuchen, wie die Vergangenheit nur nicht wäre, ist sie das Eigentum der Geschichte." "Die Vereinigung Deutschlands, die Unterzeichnung des zwischen der UdSSR und der BRD abgeschlossenen "Vertrages über die Bedingungen des befristeten Aufenthaltes und die Modalitäten des planmäßigen Abzuges der sowjetischen Truppen vom Territorium der Bundesrepublik Deutschland" bestimmte die zeitliche Grenze der Existenz der Gruppe bis einschließlich des Jahres 1994. Ihr Abzug aus Deutschland ist eine beispiellose Operation in der militärischen Praxis, sie übersteigt die Maßstäbe der Verlegung der Truppen in den Fernen Osten in den Jahren des Zweiten Weltkrieges oder in das Gebiet des Persischen Golfes im Jahre 1991." Auf dem Territorium Deutschlands verbleinben eine Vielzahl von Gräbern sowjetischer Soldaten, Obelisken und Denkmäler als Auftrag an die künftigen Generationen, die schweren und schrecklichen Lehren der Vergangenheit nicht zu vergessen. Mit der Zeit sagen die Historiker vielleicht, über die Westgruppe der Truppen: das war der beste und elitärste Teil der sowjetischen und russischen bewaffneten Truppen. Und sie werden Recht haben."

Aus den Grußworten des Verteidigungsministers der Russischen Föderation, Armeegeneral P. S. Gratschow und des Oberbefehlshabers der Westgruppe der Truppen, Generaloberst M. Burlakow im Gedenkalbum: "SOWJETISCHE TRUPPEN IN DEUTSCHLAND 1945 - 1994", Moskau 1994.

Zur Erinnerung an Sieger und sowjetisch-russische Besatzungstruppen in der DDR

Deutsch-Russisches Museum in Berlin-Karlshorst

Am historischen Ort der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst erinnern sich zwei ehemalige Kriegsgegner gemeinsam an die Geschichte. Als einziges Museum in Deutschland erinnert es in einer Dauerausstellung an den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion.

Das Museum sieht seine Aufgabe  darin, Räume zu schaffen für eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und Erinnerung, für Bildung und Begegnung sowie für Verständigung insbesondere zwischen Menschen, die heute in Deutschland, Europa und in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion leben.

Neben der Dauerausstellung gibt es zahlreiche Sonderausstellungen.

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