Sowjetische Munitionsbunker sind zu besichtigen

Sächsische Zeitung – Großenhainer Zeitung (Landkreis Riesa – Großenhain) – 8. September 2012

  • Flugplatz

Am Tag des offenen Denkmals kann man in die Geschichte der Luftfahrt einsteigen.

Es ist nur ein kleines Türchen in dem acht Meter hohen Stahltor, das hinein führt. Hinein in einen 30 Meter langen Munitionsbunker, den die Sowjets einst auf dem Flugplatz errichteten. Marcel Reichel, der hier mit Freunden seine Flugplatzausstellung untergebracht hat, erklärt, was es mit dem liegenden Betonzylinder des Gebäudes auf sich hat: „Ein normales Haus würde es durch die Druckwelle ausheben, falls die Munition explodiert. Der Zylinder würde ganz bleiben, weil sich der Druck gleichmäßig verteilt.“

Wie schon in den vergangenen elf Jahren so kann man auch beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals seinen Blick in den Bunker und natürlich auch auf die ausgestellten Exponate werfen. Die reichen vom 110 Kilogramm schweren Fallschirm über Militärjeeps bis hin zu einer Uniform für Radarbediener. Auf den ersten Blick nur aus grünem Leinenstoff bestehend, erklärt Marcel Reichel, was der zweite Blick zeigt. Schaut man genau hin, sieht man es golden schimmern. Das kommt vom Goldfaden, der in den Stoff eingewebt ist und vor schädlichen Radarstrahlen schützen sollte. Zur Ausstellung gehören ein großes Flugplatzmodell, historische Filmaufnahmen und diverse Flugzeugmodelle. Eine meterlange Zeittafel lässt die Geschichte des fast 100-jährigen Flugplatzes wieder aufleben. (SZ)

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Die Flugplatzausstellung, Zum Fliegerhorst 21, 01558 Großenhain, ist am Sonntag von 13 bis 16 geöffnet, mehr zum Tag des offenen Denkmals auf Seite 19

web www.tag-des-offenen-denkmals.de

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