Geschichte der Stadt Großenhain

Zeittafel im Überblick

um 900

Slawische Fischersiedlung Ozzec, an der Röder gelegen (im Bereich des heutigen Katharinenplatzes und der Katharinengasse)

ca. 1088

Errichtung einer Burg an der Röder

ca. 1120

Gründung einer deutschen Siedlung als planmäßige Stadtanlage nördlich der Röder (im Bereich des heutigen Neumarktes und der Klostergasse) mit slawischen Namen Ozcek nach Gründung der Burg Meißen zum Schutz der Fernhandelsstraße „Hohe Straße“

1205

Die Stadt Hayn wird das erste Mal (durch ein Maß – mensura haynensis) urkundlich erwähnt.

1238

Hayn tritt offiziell als Bezeichnung des Ortes auf

vor 1240

Ansiedlung frommer Schwestern.
Die Ruine des Magdalenen-Klosters kündet noch heute von ihrer Anwesenheit.

1240

Es entsteht das Augustiner-Mönchskloster. Die Mönche nannten sich Marienknechte oder Leviten. 1539 wurde das Mönchskloster aufgelöst.

1270

Hayn gilt als einer der größten Marktorte im Lande.

1289

Erwähnung des Schlosses als eines der wichtigsten in der Hayner Pflege neben Radeberg und Radeburg.

1291

Befestigung der Burg als Grenzhaus (Nähe zu Brandenburg)
Errichtung eine Stadtmauer auf Geheiß Friedrichs des Freidigen und seines Bruders Dietzmann.

1292

Aus der Zeit um 1292 stammt das älteste Stadtsiegel. Es werden darin zwei abgewandte Löwen in einem goldenen Feld, eine Helmzier, eine Sprossenleiter mit Pfauenfedernsiegel und Sterne dargestellt. Die Löwen entstammen dem markgräflichen Wappen. Die Helmzier ist Ausdruck für besondere Wehrhaftigkeit. Der Pfauenschmuck galt als besondere Auszeichnung und als Zeichen der Pracht.

13. Jh.

Errichtung des Bergfriedes als freistehender Turm am Schloss

um 1300

Hayn besitzt deutlich über 1000 Einwohner und ist für damalige Verhältnisse eine große Stadt.

1312 – 1316

Hayn gehört zu Brandenburg.

1319

Friedrich der Freidige gewinnt die Stadt fürs Wettinische Königshaus zurück

1342

Eröffnung einer Stadtschule in Hayn, die „Alte Lateinschule“, in der heute das Heimatmuseum sein Domizil hat.

1398

Die „Sechsstädte“ Bautzen, Görlitz, Lauban, Zittau und Löbau schließen gemeinsam mit Großenhain, Meißen und Dresden einen Vertrag zur Sicherheit der „Hohen Straße“, zur Bekämpfung von Friedensstörern und Räubern.

14. Jh.

Die Burg ist Sitz eines Vogtes als Vertreter des Markgrafen von Meißen.

1352

Der Rat von Hayn zählt einen Bürgermeister und 11 Ratsherren.

1371

Hayn bekommt durch die Überlassung von  Zollrechten erhebliche Mittel zu einer bedeutenden Verstärkung der städtischen Befestigungen.
Die Stadt hat nun eine herausragende Position in der Mark Meißen inne und schützt sich durch eine noch heute in Teilen erhaltene, bis zu 10 m hohe, Stadtmauer.
Zur Stadtbefestigung gehören außerdem ein vor der Stadtmauer liegender Wall und Zwinger. Davor befand sich noch ein wassergefüllter Graben.
Zum Mauerring gehörten 4 Stadttore: das Dresdner Tor, das Meißner Tor, das Wildenhainer Tor, das Naundorfer Tor.
Zum Bau der Stadtbefestigung sind erstaunliche Berechnungen angestellt worden: So müssen für den Burggraben 180 000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben worden sein. Insgesamt verarbeitete man 85 000 Kubikmeter Steine.

1429

Hayn wird mit Ausnahme des Schlosses komplett von den Hussiten eingenommen. Während der andauernden Belagerung der Stadt werden unter anderem Klöster, Kirchen, Kapellen und das Rathaus ganz oder teilweise verwüstet und zerstört. In schweren Kämpfen werden die Hussiten schließlich mehrfach abgewiesen.

1443

Die Fernhandelsstadt Hayn erhält das kurfürstliche Privileg des Niederschlagsrechts für alle Kaufmannswaren.

Übersetzung des lateinischen Textes. Urkunde Nr. 145 des Landeshauptarchives Dresden. 

Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit!
Dietrich, Bischof von Meißen. 

Die Sorge um die Hirtenpflicht, die wir hegen, erfordert es, daß wir für eine religiös lebende Herde, besonders für eine von uns begründete, mit schuldiger Gewissenhaftigkeit, daß nicht Mangel an zeitlichen Gütern sie veranlaßt, vom Ziele der Religion abzuirren. Deshalb wollen wir, daß den Gläubigen sowohl der Gegenwart als auch der Zukunft bekannt sei, daß wir, in der Absicht, für unsere neulich angeordnete Neugründung der Chorherren der Kirche St. Afra in Meißen in väterlicher Liebe zu sorgen, mit einmütiger Zustimmung unserer Brüder die Kirche der Heiligen Maria am Markte jenen übertragen haben mit allen ihren Nutznießungen und Zubehören, nämlich mit den Zehnten in folgenden Dörfern: in Sörnewitz 21 Scheffeln beiderlei Getreides Hafer und Weizen, in Ockrilla 32 Scheffeln beiderlei Getreides, in Jessen 8 Scheffeln beiderlei Getreides nach Haynischem Maß, in Gröbern 20 Scheffeln beiderlei Getreides nach Meißner Maß, und mit den Schocken in folgenden Dörfern: in Proschwitz 12 Schock beiderlei Getreides, in Piskowitz 2 Schock, in Diera 3 Schock, in Döschütz 11 Schock, in Porschütz 8 Schock, in Gävernitz 13 Schock und mit dem Dorfe Radewitz, das 6 Mansen besitzt, und mit dem an die Felder angrenzenden Walde; die Grenzen dieses Waldes sind folgende: der in dem großen Talgrunde herabfließende Bach, der die Felder der Dörfer Blattersleben und Radewitz trennt, derselbe Bach trennt den Wald des Herrn Otto von Seußlitz und anderen ringsum Ansässigen von dem Walde des Dorfes Radewitz im Talgrunde selbst. Wo aber der Bach mit seinem Wasserlauf an die auf dem Berge gelegenen Felder des oftgenannten Dorfes stößt, vom Bache selbst aufwärts bis zu diesen Feldern verlaufen die Grenzen des zur Kirche gehörigen Waldes.

Damit aber diese unsere Schenkung für immer rechtsgültig und unerschütterlich bleibe, haben wir die gegenwärtige durch den Schutz unseres Siegels und desjenigen unseres Kapitels bekräftigte Urkunde ihnen zum Zeugnis vorgelegt, indem wir unter Androhung des Bannfluches wirksam verhindern, daß nicht jemand in vermessenem Wagnis irgendetwas von dem, was jener Kirche zu gehören scheint, böswillig oder gewaltsam sich erlaube in Besitz zu nehmen. Wenn aber jemand auf teuflische Eingebung hin sich herausnehmen sollte, dies zu versuchen, der soll von der Gemeinschaft der hochheiligen Kirche getrennt in der Höllenpein mit dem abtrünnigen Engel zu ewiger Strafe verdammt sein. Zeugen dieses Vorganges wurden: Luther, Ulrich, Bertram, Wipert, Magister Martin, die Meißner Domherren, Herr Meinher Burggraf von Meißen, Herr Otto von Seußlitz, Hoyger von Skassa, Günther von Schlieben, Matheus von Muschwitz.

Dies ist geschehen zu Meißen im Jahre der Fleischwerdung des Herrn 1205, im 15. Jahre unserer Bischofswürde, 8. Indikation. 

Wildenhainer Tor vor 1835
Naundorfer Tor vor 1835
Dresdner Tor vor 1835
Meißner Tor vor 1835

1460

Es kommt  zur Vertreibung der Juden, die sich nicht taufen lassen wollen, aus der Stadt.

1482

Ein großer Teil von Naundorf brennt nieder und bereits 5 Jahre später wird der Ort erneut  durch ein Feuer vernichtet.

1489

Der Waidhandel wird von Görlitz nach Hayn verlegt. (Waid = hauptsächlich in Thüringen gewonnener Rohstoff der Textilfärbung)

1491

Es entsteht die Wasserkunst, die zur Versorgung der Stadt mit Röhrwasser (Brauchwasser, aber kein Trinkwasser) dient.

1492

Caspar Borner, Rektor der Universität Leipzig, wird in Hayn geboren.

um 1500

Hayn erlebt eine Blütezeit als Fernhandels- und Tuchmacherstadt mit kurfürstlichen Privilegien.

In dieser Zeit gehört der Ort zu den stärksten Landfesten in Sachsen.
Über die „via regia“, die königliche, besser bekannt als die „Hohe Straße“, kommen Kaufmannszüge aus dem Rhein-Main-Gebiet und Frankreich und ziehen weiter nach Böhmen, nach Schlesien und  bis nach Kiew.
Die haynischen Tuchmacher versorgen vor allem das Militär mit Tuchen und Kleidern.

1502, 1503

Es wütet die Pest im Lande

1526

Die Häuser um den Markt fallen mit Ausnahme des Rathauses einem Brand zum Opfer.
Ursache ist unsachgemäßer Umgang mit Pulver.
Immer wieder gibt es Missernten und Seuchen, unter denen die Bevölkerung von Hayn zu leiden hat.

1539

In Hayn wird wie überall in Sachsen die Reformation eingeführt. Hatte sich Georg der Bärtige noch radikal gegen Luthers Gedanken gewandt, ziehen sie nun unter Heinrich dem Frommen auch in die Hayner Kirche ein.

1540

Im Zuge der Reformation werden beide Klöster in Hayn geschlossen.
Die Nonnen des Magdalenen-Klosters werden gezwungen, ihren Aufenthalt in Hayn zu beenden. Sie tun dies, indem sie das Gebäude anzünden. Die Flammen greifen schließlich auf die gesamte Stadt über. Außer der Naundorfer Gasse bleibt nichts stehen.

Es finden sich in Hayn 18 Brauhäuser. Bereits um 1500 durfte fast jedes Haus Bier brauen.

26. Juni 1540

Auch die Burg wird während des Stadtbrandes zerstört.

bis 1557

Es erfolgt der Wiederaufbau der Burg auf Befehl des Kurfürsten August.

1583

In Hayn öffnet die erste Apotheke „Zum Greifen“

1599

An die Kirchenmauer des Nonnenklosters wird ein Amtshaus als Sitz des Amtmannes gebaut.
Dort wirkt später auch Benjamin Preusker (1786  – 1871) von 1824 – 1853 als Rentamtmann.

1606

Die Löwenapotheke öffnet am Hauptmarkt ihre Pforten.

Epitaph für Caspar Borner in der Leipziger Universitätskirche
Wasserkunst - 1491 erbaut
Klosterruine - 1905
Burg vor 1642
Löwenapotheke

1608

Hayn wird beinahe Bergstadt. Auf der Südseite des „Hohen Gebirges“ findet man kupferhaltige Steine. Daraufhin wird ein Kupferhammer errichtet, sogar eine Münze angelegt.
Nach etwa 15 Jahren schläft die neue Branche  wegen zu geringer Ergiebigkeit jedoch wieder ein. 
Der Name Kupferberg kündet aber noch heute von diesem Versuch.

1626

Bei der Seuche sterben im gesamten Kirchspiel mehr als 1200 Menschen.

1633 und 1636

Während des Dreißigjährigen Krieges hat man zunächst die Kaiserlichen in der Stadt über mehrere Wochen zu verpflegen.

Mitte Februar bis Ende März 1637

Erfolglose Belagerung der Stadt durch die Schweden unter Feldmarschall Baner.
Er beschießt die Mauern der Stadt, doch in einem kühnen Ausfall machen die Verteidiger an die 300 Gefangenen und können damit eigene Geiseln auslösen.
Als die Lebensmittel allmählich ausgehen und die Not groß wird, ziehen die Schweden überraschend ab, weil sich an der Elbe feindliche Truppen nähern.

1641

Erneut marodieren Schweden unter General Torstensson rund um die Stadt. Sie bekommen jedoch wieder trotz aller kriegerischen Bemühungen „keinen Einlass“.

1642

Das Schloss wird von den Schweden verwüstet.

1646

Der Landesherr Kurfürst Johann Georg I. stattet den Haynern einen Besuch ab und weiß sie ausdrücklich für ihre Treue und Tapferkeit gegen die schwedischen Angriffe zu loben.

1661

Es erfolgt eine Bestandsaufnahme des Schlosses.
Der einstige Hauptbau des Schlosses (Palas) existiert nur noch in seinen Umfassungsmauern. Außerdem werden eine steinerne Brücke, ein baufälliger Eingang, ein altes  Tor und der Bergfried erwähnt.

1662

Wolf Kaspar Klengel erwirbt mit dem Gut Naundorf auch das „alte Schloss zu Hayn nebst den Wohngebäuden und Brauhaus“.

31. Mai 1663

Kurfürst Johann Georg II. besucht Hayn und besichtigt unter anderem die Weideraufbauarbeiten am Schloss.

bis 1860

Zwischen 1502 und 1670 sucht allein die Pest sechs mal (1502/03, 1575, 1585, 1611, 1626 und 1680) die Bewohner der Stadt Hayn und des Umlandes heim.

1697

Unter den reichlich 3000 Einwohnern der Stadt (ca. 2600 Einwohner – ohne Kinder) gibt es nach etwas Erholung vom Dreißigjährigen Krieg kurz vor der Jahrhundertwende schon wieder 286 Tuchmacher und Wollbereiter und 22 Tuchhändler.

1704

Das Schloss wird während des Nordischen Krieges erneut zerstört.

1696 – 1707

Infolge der Besetzung des Landes Sachsen nach dem Nordischen Krieg muss die Bevölkerung Kontributionszahlungen an die Besatzer leisten und leidet selbst Hunger.

1716

Adam Friedrich Zürner (1680 – 1742), Pfarrer in Skassa bei Hayn und später unter Kurfürst August dem Starken Land- und Grenzkommissar, vermisst mit seinen geometrischen Messwegen Kursachsen in 18 000 sächsischen Meilen (163 116 km) und bereitet es kartografisch auf.
Auf dieser Grundlage erfolgt auf seine Anregung hin die Aufstellung von Postdistanzsäulen und die Errichtung von Poststationen.

Johann Georg I.
Johann Georg II.
Adam Friedrich Zürner
Restaurierte Postdistanzsäule nach A. F. Zürner in Großenhain
Gedenkstein für A. F. Zürner in Skassa

1730

Das berühmte „Lustlager“ von Zeithain wirkt sich sehr positiv auf die Entwicklung Hayns aus, denn es ist die nächstgelegene größere Stadt und kann gute Geschäfte dabei machen.

1734

Hayn wird Garnisonsstadt mit der Stationierung des sächsischen Regiments des berittenen Freischützenkorps „Prinz Carl“ bis zur Auflösung der Bundeswehreinheit 1992.

1744

Der sogenannte „Große Stadtbrand“ vernichtet fast 3/4 der Stadt. Das Schloss wird ebenfalls beschädigt.
Bezeichneter Stadtbrand gilt als der größte Unglücksfall in der Hayner Geschichte.
Bei der größten bis dahin erlebten Feuerbrunst werden drei komplette Teile der Stadt vernichtet.
Die Haupt- und die neue Kirche, drei Diakonatshäuser, die Schule, das Rathaus und drei der Stadttore sowie insgesamt 380 Gebäude sinken in Schutt und Asche. Nur das Wildenhainer Viertel bleibt verschont. Das Feuer entsteht am 8. Juli abends in einem Eckhaus am Topfmarkt und greift dann sehr rasch um sich. Die Spritzen versagen, letztlich kann jeder nur noch das eigene Leben retten. Nur 36 Häuser bleiben innerhalb der Mauern stehen, fünf Menschen sterben. Jetzt zeigen sich die Bürger Dresdens, Meißens, Leipzigs und Ortrands hilfsbereit und spenden lebenswichtige Güter sowie erhebliche Geldbeträge. So bietet der Stadtbrand die Chance zum  Neuanfang. Die Gassen werden begradigt und durch ein festes Baureglement allerlei Vorsorge gegen künftige Feuer getroffen.

1744 – 1748

Bau der Sankt- Marien- Kirche im spätgotischen Stil.

1757

Carl Gottfried Cladenius, Bürgermeister und Geschichtsschreiber der Stadt, wird in Hayn geboren.

1756 – 1763

Im Siebenjährigen Krieg hat Hayn erhebliche Mengen an preußischen und österreichischen Soldaten zu versorgen und leidet schwer unter dieser Belastung.

Mitte des 18. Jh.

Es gibt wieder ein bewohntes Gebäude auf dem Schlossgelände.

1763

In Hayn wird die erste Kattun- und Zitzmanufaktur gegründet.

1789

Auch im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts müssen Truppen in Hayn beherbergt werden, die gen Frankreich ziehen, um die Revolution niederzuschlagen, was bekanntlich scheiterte.

1792

Ernst Emil Reiniger, angesehener Arzt, Dichter, Demokrat und Freidenker der Bildung, wird in Hayn geboren. Er gründete 1828 zusammen mit Karl Benjamin Preusker die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland.

1805

Die Stadt tritt ins „Medienzeitalter“ ein. Es erscheint „Das Wespen-Nest“, ein Blättchen, aus dem später das „Großenhainer Tageblatt“ hervorgeht.

1806

Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt lagern häufig französische Abteilungen in der Stadt Hayn.

1813

Es kommen Russen und Preußen und lassen die Hayner spüren, dass der franzosentreue Sachsenkönig auf der falschen Seite steht.

10. Juli 1813

Napoleon hält sich selbst in Hayn auf.

1815

Der Wiener Kongress bringt die Strafe für die Franzosentreue Sachsens. Das Land verliert zwei Drittel seines Territoriums. Preußen erhält den nördlichen Teil des Amtes Hayn. Hayn wird zur Grenzstadt.
Von 266 Ortschaften, darunter die Städte Hayn, Ortrand, Elsterwerda und Radeburg, 56 Rittergütern, 193 schriftsässigen Orten und 22 Amtssassen verbleiben nur noch 2 Städte (Hayn und Radeburg), 34 Amtsdörfer, 38 Rittergüter mit 100 Dörfern und Vorwerken.

Rathaus bis 1744
Blick auf die Marienkirche - 1910
Großenhainer Tageblatt zum 100. Todestag von C. Th. Cladenius
Schloss um 1790
Kattun- und Zitzmanufaktur
Emil Reiniger
10. Juli 1813 - Napoleon in Großenhain

1824 – 1853

Karl Benjamin Preusker wirkt als Rentamtmann in Hayn.

1828

Karl Benjamin Preusker gründet in Hayn die erste deutsche Volksbibliothek, die allen Bevölkerungsschichten zugänglich ist. 
Preusker ist Ehrenbürger der Stadt Großenhain, wo die nach ihm benannte Bibliothek an sein Lebenswerk erinnert.

1830

Karl Benjamin Preusker gründet die “Sonntagsschule“, Vorläufer der heutigen gewerblichen Berufsschule, als eine der ersten in Deutschland.

1832

Durch Preuskers Initiative wird der Gewerbeverein ins Leben gerufen, der der Fortbildung der Gewerbetreibenden dienen soll.

1834

Die Stadt hat 5755 Einwohner und steht damit an 13. Stelle unter den 144 Städten Sachsens.

1836

Die erste Dampfmaschine in einer Kattunfabrik läutet in Hayn das industrielle Zeitalter ein.
Sie wird in der Tuchappretur von Eckhardt im „Schloss“ in Betrieb genommen. Die Familie Eckhardt hatte das Grundstück 1835 erworben.
Es wird ein Schornstein im ehemaligen Bergfried des „Schlosses“ errichtet.

1834 – 1851

Es erfolgt der Abbruch der Hayner Stadtbefestigung, die Verfüllung des Wassergrabens und später die Anlage des heutigen Musikerrings als Promenade auf den Grundmauern der alten Stadtbefestigung.

1839

Der Bahnhof Priestewitz an der Eisenbahnlinie Dresden – Leipzig wird auf Hayner Kosten gebaut.

1852

Es etabliert sich der Maschinenbau, z. B. mit der Gründung der „Maschinenfabrik und Eisengießerei Anton Zschille“, die sich später auf die Buckskinwebstuhlfertigung spezialisiert, der späteren „Großenhainer Textilmschinenbau GmbH“ mit der Produktion von Baumwoll- und Kammgarnflyern und Nadelfeldstrecken.

7. Juni 1853

Friedrich Michael Eckhardt verkauft seine im alten Schloss eingerichtete Tuchfabrik an seine Söhne.

10. Juni 1856

In der Tuchfabrik der Familie Eckhardt im Schloss kommt es zu einem Brand.

1856

Im Laufe des Jahres erfolgt ein Wiederaufbau des alten Schlosses und der Tuchfabrik in größerer Form unter Verwendung von Steinen der Stadtmauer. Es entsteht eine Streichgarnspinnerei und Tuchappretur.
Seit diesem Jahr wird die Stadt amtlich Großenhain genannt.
Die Stadt hat nun über 10 000 Einwohner.
Die Freiwillige Feuerwehr Großenhain wird gegründet. Sie geht aus der 1847 gegründeten Turnerfeuerwehr hervor.
Die Großenhainer Gasanstalt wird in Betrieb genommen.

Karl Benjamin Preusker (1786 - 1871)
Karl Preusker Bibliothek am Neumarkt
Preusker- Büste im Innenhof der Bibliothek
Blick auf das ehemalige Schloss mit Bergfried und Schornstein

1856 – 1858

Es erfolgt die Anlage der Promenade als kommunale Grünanlage entlang der früheren Stadtbefestigung, die in der ersten Hälfte des Jahrhunderts samt der vier Stadttore zu großen Teilen abgetragen worden war. Einige wenige Bauten sind jedoch bis heute erhalten geblieben.

1858

Die Husaren ziehen nach mehreren Ortswechseln wieder in der Stadt ein.

1862

Es erfolgt der Bau der Eisenbahnstrecke nach Priestewitz, die den Anschluss an die Linie Dresden – Leipzig bringt.

1865

Der Arbeiterbildungsverein der Stadt Großenhain wird gegründet.

1871

Karl Benjamin Preusker, Rentamtmann, Heimatforscher, Förderer der Jugend und der Volksbildung ist gestorben und wird in Großenhain beigesetzt.
Großenhain hat 10 438 Einwohner.

1872

Das Barockrathaus wird durch einen Brand vernichtet.

1873

Es werden sieben bedeutende Tuchfabriken genannt, die alle auf der Wiener Weltausstellung Fortschritts- und Verdienstmedaillen erhalten.

1874

Großenhain wird die 6. Amtshauptmannschaft der Kreisdirektion Dresden mit Gerichtsbezirk Riesa und ist flächenmäßig die viertgrößte Amtshauptmannschaft in Sachsen.

1875

Die Eisenbahnstrecke Dresden – Berlin über Großenhain wird fertiggestellt und in Betrieb genommen. Großenhain besitzt nunmehr auch einen zweiten Bahnhof.
Prachtvolle Privat- und Behördenbauten entstehen in den Folgejahren.

1873 – 1876

Das Rathauses wird im Stil der Neorenaissance erbaut, nachdem mehrere Vorgängerbauten durch Brände zerstört worden waren.

1876 – 1885

Bau der Kasernen der Großenhainer Garnison.

1890

Die neue Bürgerschule wird als größter Schulneubau Sachsens eingeweiht. Heute befindet sich in der ehemaligen Bürgerschule das Werner-von-Siemens-Gymnasium.

1891

Es werden die ersten 28 Fernsprechanschlüsse der Stadt gelegt. Die Stadt beherbergt bedeutende Fabriken der Tuch-, Kattun- und Strickgarnproduktion.
Unternehmer wie Caspari, Zschille oder Eckhardt bringen der Stadt nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung, sondern treten auch als Mäzene und Förderer auf kulturellem und sozialem Gebiet in Erscheinung.
Der Stadtpark als Kleinod sächsischer Gartenbaukunst wird nach den Plänen von Friedrich August Pollmer vollendet. Auf einer Fläche von ca. 23 ha bieten sich die vielfältigsten Erlebnis- und Sportmöglichkeiten. Aller zwei Jahre ist die Parkanlage heute stimmungsvolle Kulisse für das „Erlebnisfest der Sinne“.

1892

Gustav Schuberth vermutet in seiner erschienenen Chronik, dass Großenhain aus 2 Siedlungen zusammenwuchs: aus einem um 900 im Bereich der heutigen Katharinengasse entstandenen slawischen Fischerdorf und einer um die Mitte des 11. Jahrhunderts im Bereich der heutigen Neumarktgasse entstandenen deutschen Siedlung.

1894

Begünstigt durch die industrielle Entwicklung wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Großenhain auf 12 024 an.

Großenhainer Husaren
Grabstätte K. Preuskers auf dem Großenhainer Friedhof
Berliner Bahnhof
Neo-Renaissance-Rathaus - erbaut 1873 - 1876
Blick auf die Kaserne des I. Königl.-Sächs. Husaren-Regiments No. 18
Neue Bürgerschule an der Amalienallee
Friedrich August Pollmer
Eckhardt-Brücke im Stadtpark
Chronik der Stadt Großenhain von Gustav Schuberth
Gustav Schuberth
Grabstätte G. Schuberths auf dem Großenhainer Friedhof

um 1900

Park-, Sänger- und Schützenfeste bringen Abwechslung in die Stadt.

Frühjahr 1903

Es beginnt der Bau des Bades „Carolastiftung“.

14. Juni 1903

Feierliche Einweihung des Bades im Beisein des sächsischen Königs, Kronprinz Friedrich August. Dieser besuchte die Stadt mehrfach, so z. B. 1903, 1905, 1910.

Das Schwimmbecken hat zu dieser Zeit eine Länge von 50 m und eine Breite von 30 m.
Die Wassertiefe beträgt 0,85 m bis – 2,50 m. Die Schwimmfläche beträgt 1500 m2, das Fassungsvermögen des Bades 2475 m3.

1907

Eröffnung der Handels- und Landwirtschaftsschule.
Einrichtung eines Heimatmuseums in der ehemaligen Alten Lateinschule. Unter dem Namen „Alte Lateinschule“ lädt es bis heute zu einer spannenden wie unterhaltsamen Reise durch die Geschichte der Stadt ein.

am 1. Oktober 1909

Es brennt elektrisches Licht in der Stadt. Der Strom kommt vom neuen Elektrizitätswerk.
In Großenhain wird das erste Kino eröffnet.

1909

Der Kupferberg (159 m ü. NN) wird als Waldpark angelegt. Fortan finden hier jährlich Pfingstkonzerte statt und eine Gaststätte lädt zum Verweilen ein.

1913

Eingemeindung von Mülbitz
Das sächsische Kriegsministerium pachtet von der Stadt ein Gelände von 600 000 m2 zum Bau eines Flugplatzes im Nordosten der Stadt, der bis 1993 ausschließlich militärisch genutzt wird.
Erbauung des Flugplatzes unter Major von Minckwitz.

1914

Gestaltung des Dianabrunnens auf der Ostseite des Hauptmarktes. Der Brunnen erinnert an die Parforce- (Hetz-) Jagden in der Großenhainer Gegend.
Mit der Landung einer „Marstaube“ im Februar beginnt die Tradition Großenhains als Fliegerstadt. Die militärische Erprobung lässt nicht auf sich warten. Das 1. Husarenregiment „König Albert Nr. 18“ und die Feldflieger ziehen an die Front des I. Weltkrieges.

1918

Der I. Weltkrieg forderte in der Stadt 535 Tote.

1918 – 1919

Der Reichsfliegerhorst Großenhain entsteht und wird 1920 aufgrund des Versailler Vertrages aufgelöst.

8. November 1919

Der erste Arbeiter- und Soldatenrat Sachsens wird in Großenhain gebildet.

2. Juni 1919

Eröffnung des städtischen Bades, nachdem die Stadt das Bad per Vertrag vom Verein „Carola-Stiftung“ übernommen hatte.

ab 1920

Zwar ist von nun an wieder eine Kavalleriegarnison in Großenhain stationiert, aber die Entente setzt die Schließung des Reichsfliegerhorstes durch.

1920

Gustav Wilhelm Schuberth, Heimatforscher, Chronist und Schuldirektor, in Großenhain gestorben.

1923

Die Jahre der Inflation und die spätere Weltwirtschaftskrise beeinträchtigen die weitere Entwicklung der Stadt.

1925

Großenhain hat 12 899 Einwohner.

1926

Im Dezember wird der Christmarkt erstmals auf dem Hauptmarkt abgehalten.

Jubiläums-Sängerfest in Großenhain
König Friedrich August am 19. Mai 1910 in Großenhain
Heimatmuseum "Alte Lateinschule"
Gas- und Elektrizitätswerk - 1910
Partie am Kupferberg - 1914
Diana-Brunnen auf dem Großenhainer Hauptmarkt
Reichsfliegerhorst mit Fliegerkaserne - 1915
Großenhainer Arbeiter- und Soldatenrat vor dem Rathaus 1919

28. Juni – 2. Juli 1935

Einweihung der neuen Seeanlage (mit Strandbad und Gondelteich) mit einem See- und Heimatfest.

1933

Als Hitler die Macht ergreift, kommt es auch in Großenhain zur Verhaftung von Kommunisten, Sozialdemokraten und anderen Regimegegnern. 
Bürgermeister Hotop wird nach 28-jähriger Amtszeit vom Dienst suspendiert. Straßen und Plätze werden umbenannt und auf dem Hauptmarkt werden Bücher, Schriften und Fahnen verbrannt.
Großenhain hat 13 510 Einwohner.

5. November 1934

Besichtigung des Flugplatzes durch den Reichsminister der Luftfahrt, Generalfeldmarschall Göring. Bis 1935 erfolgt der Aufbau als Militärflugplatz.

1936

Die Wehrmacht zieht wieder auf dem Flugplatz ein. Wiederholter Besuch Görings auf dem Flugplatz.

1937

Großenhainer Turner tragen das „Olympische Feuer“ auf dem Weg nach Berlin durch die Stadt.

1939

Eingemeindung von Naundorf. Großenhain hat 16 331 Einwohner.

nach 1940

Das Bad wird wegen seines maroden Zustandes geschlossen.

nach 1945

Das Stadtbad bietet ein verwahrlostes Bild.

24. April 1945

Am 23./24. April erfolgt die kampflose Befreiung der Stadt durch Truppen der Roten Armee.
Landung einer sowjetischen Fliegerdivision unter Kommandeur Gardeoberst Alexander Iwanowitsch Pokryschkin auf dem Großenhainer Flugplatz.

1945

Aus dem II. Weltkrieg kehren 751 Großenhainer nicht zurück. 
Der Krieg hat in der Stadt außerdem 167 Witwen, 240 Waisen und 82 Kriegsinvaliden hinterlassen.

bis 1947

Großenhain nimmt rund 4500 Neubürger auf. Die Einwohnerzahl steigt durch die Umsiedler auf 18 600 an.

1. Juni 1945

Das Bad kann wiedereröffnet werden, nachdem Großenhainer Bürger es wieder in Ordnung gebracht haben.Die Schwimmfläche misst zu dieser Zeit 100 X 100 Meter. Die Seeanlage dient seitdem der Aufzucht von Karpfen.

1946

Der erste Präsident der DDR – Wilhelm Pieck – besucht die Stadt Großenhain.

11. Juni 1948

Zum 200. Bestehen der Marienkirche kehren die zu Rüstungszwecken am 26. Januar 1943 eingezogenen Kirchenglocken nach Großenhain zurück.

1949

Der erste Präsident Wilhelm Pieck besucht zum zweiten Mal die Stadt.

1950

Eingemeindung von Kleinraschütz.

1952

Teilung der Amtshauptmannschaft in die Kreise Riesa und Großenhain.

Blick auf Strandbad und Seeanlage - ca. 1935
Sowjetische Flieger 1945 auf dem Flugplatz Großenhain
A. I. Pokryschkin (2. v. re.) am 9. Mai 1945 auf dem Großenhainer Hauptmarkt
A. I. Pokryschkin schenkt dem Heimatmuseum 1976 eine signierte Ausgabe seines Buches "Himmel des Krieges", in dem er u. a. seinen Aufenthalt auf dem Großenhainer Flugplatz 1945 beschreibt.
Abtransport der Kirchenglocken nach Hamburg am 26. Januar 1943
Rückkehr der unversehrten Kirchenglocken am 11. Juni 1948

1956

1000-Jahrfeier von Großenhain.

Die Berufsschule Großenhain erhält den Namen „Karl Preusker“.

1958

Eines der größten Hochwasser in der Geschichte Großenhains überflutet die gesamte Seeanlage und Teile der Stadt.

1957 – 1960

Errichtung und Einweihung der Kulturstätte im Nationalen Aufbauwerk (aus dem ehemaligen Gasthof „Goldene Krone“). Sie ist bis zum Jahre 2002 Zentrum aller kulturellen Veranstaltungen.

1960

Eingemeindung von Großraschütz und Zschieschen.

1962

Fertigstellung der Bauarbeiten zum neuen Kreiskrankenhaus (nach 3-jähriger Bauzeit) und der Clara-Zetkin-Oberschule (heute 1. Mittelschule)

1967

Großenhain begrüßt den 20 000. Einwohner. In den Folgejahren geht die Einwohnerzahl zurück.

1972

Neubau der Herrmann-Matern-Oberschule (heute 2. MittelschuleSchule „Am Schacht“).

1953 – 1978

Entstehung des „Preuskerviertels“

1974

Neubau der Erweiterten Oberschule (EOS) „Wilhelm Pieck“ am Schacht (heute 2. Grundschule).

1978

Entstehung des Wohnstandortes „Käthe-Kollwitz-Straße“

1981

Die „Ernst-Thälmann-Oberschule“ (heute 1. Grundschule) wird am Bobersberg erbaut.

1983

Fertigstellung des Komplexstandortes Rostiger Weg/Weßnitzer Straße in Großenhain mit über 1 300 Wohnungen.

80 er Jahre

Es wächst auch in Großenhain die Unzufriedenheit mit dem politischen System der DDR.
Am 12. Oktober 1989, noch vor vielen größeren Städten, erlebt Großenhain die erste von mehreren Demonstrationen.

13. Dezember 1989

Es erfolgt die Auflösung der Kreisdienststelle der Staatssicherheit. Runde Tische der Jugendverbände, Friedensgebete in der Marienkirche bestimmten die Szenerie der unruhigen Tage.

18. März 1990

Mit der Volkskammerwahl bricht auch Großenhain auf ins einheitliche Deutschland.

Sonderpostkarte anlässlich der Tausendjahrfeier Großenhains
Berufsschule "Karl Preusker"
Kreiskulturhaus "Maxim Gorki" - 1970er Jahre
Blick auf das Kreiskrankenhaus - 1970er Jahre
Blick auf Kaufhalle und Clara- Zetkin-Oberschule
Meeting vor der Hermann- Matern-Oberschule am 25.04.1975 anlässlich der Einweihung der "Straße der Befreiung"
Wohngebiet am Rostiger Weg/Weßnitzer Straße

1990

Die deutsche Wiedervereinigung bringt auch für Großenhain eine vollständige Umstellung.
Betriebe, wie die Gießerei, das Elektromotorenwerk, der Textilmaschinenbau und die Schuhfabrik werden geschlossen.
Nur wenige, wie z. B. die STEMA Metallleichtbau GmbH, bestehen den Konkurrenzkampf.
Der erste frei gewählte Kreistag seit 1933 wird am 6. Mai gewählt.

1991

Fertigstellung der Renovierung der Marienkirche Großenhain im Inneren und Neuweihung.

Der letzte Panzer wird aus Großenhain abgezogen. Damit endet ihr Zeitraum als Garnisonsstadt (seit Beginn des 17. Jh.)

1992

Das Großenhainer Strandbad wird umgestaltet. Aufgrund der schlechten Wasserqualität müssen die Schwimmbahnen auf 50 m verkleinert werden.

1993

Abzug der sowjetischen Streitkräfte aus Großenhain und Ende der ausschließlich militärischen Nutzung des Flugplatzes. Seitdem erfolgt die Umgestaltung des 350 ha großen Areals mit sehr guter Verkehrsanbindung zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort. Auf ca. 70 ha ist seitdem ein neues Industrie- und Gewerbegebiet entstanden. Daneben wird ein Verkehrslandeplatz betrieben.

1994

Großenhain bekommt den Verwaltungssitz des neuen Landkreises Riesa – Großenhain.

Eingemeindungen von Skassa und Zschauitz

Auf der Mozartallee wird ein Brunnen errichtet, der das Aussehen der 4 Stadttore vor 1834 zeigt.

Kreisgebietsreform – Großenhain bleibt Kreisstadt.

Eingemeindungen von Rostig und Weßnitz.

1999

Eingemeindung von Folbern.

Die Stadt Großenhain erhält den Zuschlag zur Durchführung der 3. Sächsischen Landesgartenschau im Jahre 2002. 
Schlossbereich und Seeanlage gehören zum Gartenschaugelände und werden dementsprechend in die Planung und Gestaltung mit einbezogen.

1. April 1998

Die Stadt Großenhain kauft das Schloss.

Frühjahr 1999

Der Stadtrat beschließt den Ausbau der Schlossanlage zu einem Kulturzentrum.

1999

Der Großenhainer Stadtrat beschließt, dass das Strandbad zu einem Naturerlebnisbad umgebaut wird. Die ersten Baumaßnahmen beginnen noch im selben Jahr.

2000

Beginn der Neubau- und Sanierungsmaßnahmen an Straßen, Brücken, am Schloss, im Bad und dem Gelände der Textima im Zuge der Vorbereitung der 3. Sächsischen Landesgartenschau.
Baubeginn des Wohngebietes Nordwest. Feierliche Einweihung der „Walter- Kretzschmar-Sporthalle.
Neueröffnung der Filmgalerie am Frauenmarkt 9.

7. Oktober 2000

Es erfolgt die feierliche Grundsteinlegung zum Umbau des Großenhainer Schlosses zu einem Kulturzentrum.

22. April 2001

Richtfest am Großenhainer Kultuzentrum „Schloss“.

STEMA Metallleichtbau GmbH
Innenraum der Marienkirche
Tag der offenen Tür - Auflösung der Bundeswehrkaserne
Beginn des Abzuges der WGT aus Großenhain - 1992
Abzug der letzten Flugzeuge der WGT - 1993
Schlossruine - Anfang der 1990er Jahre
Kulturzentrum "Schloss Großenhain"
Neue Filmgalerie am Frauenmarkt

1. Juni 2001

Feierliche Einweihung des neuen Naturerlebnisbades.

20. April – 29. Oktober 2002

Die 3. Sächsische Landesgartenschau findet in Großenhain statt.

2005

Großenhain begeht das 800-jährige Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung.
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das 20. Stadtfest vom 3. – 5. Juni 2005 und der historische Festumzug durch die Jahrhunderte am 5. Juni 2005.

2008

Durch eine weitere Kreisgebietsreform wird Großenhain zur Großen Kreisstadt innerhalb des neuen Landkreises Meißen. Die Stadt hat 15.400 Einwohner.
Der 1. Bauabschnitt der Ortsumgehung der B98 wird für den Verkehr freigegeben.

2009

Eingemeindung der Gemeinde Wildenhain mit den Ortsteilen Bauda, Colmnitz, Walda-Kleinthiemig und Wildenhain.

2010

Eingemeindung der Gemeinde Zabeltitz mit den Ortsteilen Görzig, Treugeböhla, Nasseböhla, Strauch, Stroga, Uebigau, Skaup, Skäßchen, Krauschütz.

Am Pfingstmontag wütet ein Tornado über großen Teilen Nordsachsens und trifft Großenhain. In der Stadt gibt es ein Todesopfer und ca. 50 Menschen werden verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro.

Der Stadtrat beschließt, dass die Stadt Großenhain den Barockgarten Zabeltitz und das Palais in Zabeltitz von der Deutschen Bahn kauft. In den kommenden Jahren investiert die Stadt mehr als eine Million Euro in die Sanierung und Aufwertung des Ensembles.

Der Kinderboulevard „Am Schacht“ wird eingeweiht.

2011

Großenhain erinnert mit einem Festjahr an Karl Benjamin Preusker, den Gründer der ersten Deutschen Volksbibliothek und sein vielfältiges Wirken.

Der Sportpark im Bürgerzentrum „Husarenviertel“ öffnet und etabliert sich zu einer Sportstätte für den lokalen Schulsport sowie als überregional bedeutende Sportstätte für den Vereins- und Breitensport

Für insgesamt 2,2 Millionen Euro wird das Soziokulturelle Zentrum Alberttreff grundlegend renoviert, modernisiert und energetisch saniert.

Die erste „Großenhainer Kulturnacht“ findet statt.

2012

Großenhain bewirbt sich als Ausrichterstadt für den „Tag der Sachsen“ 2014 und erhält den Zuschlag.

Der 2. Bauabschnitt der Ortsumgehung der B 98 wird für den Verkehr freigegeben. Mit der Realisierung des 2. Bauabschnittes erfolgte die vollständige Verlegung der Bundesstraße aus dem innerstädtischen Bereich und ein weiterer Teil einer leistungsfähigen Anbindung an die Autobahn A 13.

2013

Das Großenhainer „Erlebnisfest der SINNE“ wird als eines der schönsten Stadtfeste Deutschlands geehrt.

Zum 15. Mal finden das Hubertusfest und zum 20. Mal die Großenhainer Theatertage statt.

2014

Vom 5. bis 7. September feiern 265.000 Besucher den 23. „Tag der Sachsen“ in Großenhain.

2015

Neuer Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Großenhain wird Dr. Sven Mißbach.

Der Großenhainer Bauernmarkt feiert seine 20. Auflage.

2016

In Zabeltitz findet die sachsenweite Eröffnung des „Tages des offenen Denkmals“ statt.

2017

Großenhain feiert erstmals das Sommerfest auf der Festwiese, im NaturErlebnisBad und im Sportpark Husarenviertel. Höhepunkt des Sommerfestes war das Benefiz-Schwimmen für den Großenhainer Faun.

Der Umbau des NaturErlebnisBades wird begonnen.

2018

Beginn des Breitbandausbaus in den Großenhainer Ortsteilen. Bis Ende 2020 werden 17 der 19 Großenhainer Ortsteile an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen. Davon profitieren circa 2.600 Haushalte und fast 380 Unternehmen.

Mai 20019

Wiedereröffnung des umgebauten Naturerlebnisbades

Naturerlebnisbad und neu gestaltete Seeanlage
3. Sächsische Landesgartenschau 2002
Logo zur 800-Jahrfeier
Festumzug zur 800-Jahrfeier
Park und Palais Zabeltitz
Neue Sportanlage "Husarenpark"
Einladung zum 8. Erlebnisfest der Sinne
Tag der Sachsen in Großenhain - 2014
Festumzug zum Tag der Sachsen
Bauernmarkt 2016
Restaurierte Faun-Skulptur im neuen Naturerlebnisbad - 2019
Umgebautes Naturerlebnisbad 2019
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